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Umgangssprachlich wird Inkontinenz gerne als Blasenschwäche bezeichnet.
Medizinisch gesehen wird mit diesem Begriff unwillkürlicher, unbeabsichtigter Harnverlust (seltener auch Stuhlabgang) definiert.

Etwa 80% aller Inkontinenzpatienten sind Frauen, in Österreich ist im Schnitt jede vierte Frau betroffen, in Deutschland zählt man etwa sechs Millionen Betroffene!

Angesichts dieser Zahlen wird schon deutlich, dass Inkontinenz ein Thema ist, das viele Frauen betrifft. Umso wichtiger ist es, auch darüber zu sprechen!

Die meisten Frauen scheuen den Gang zum Facharzt (Gynäkologe oder Urologe), obwohl Inkontinenz ihre Lebensqualität beträchtlich einschränkt. Einerseits aus Scham und Peinlichkeit, andererseits auch, weil sie die Symptome oft für eine altersbedingte und damit unabänderliche Begleiterscheinung ihres Frauseins halten.

   
   

Dabei kann man doch einiges gegen Inkontinenz tun!
Zuerst sollte Ihr Arzt die Ursache für das Problem ergründen. In den meisten Fällen begründet sich Inkontinenz in einer schwachen Beckenbodenmuskulatur, die daraus folgenden Senkungen von Gebärmutter, Blase und Scheide beeinträchtigen die Funktion des Schließmuskels und der Harnröhre und führen zu einem deutlichen Verlust an Lebensqualität.

Begleiterscheinungen der Blasenschwäche
Eine schwache Beckenbodenmuskulatur hat auch negative Konsequenzen auf die Sexualität: Viele Frauen vermissen nach der Geburt und mit steigendem Alter die frühere Straffheit ihrer Vaginalmuskulatur. Das Lustempfinden lässt nach und Sexualität macht weniger Spaß.

Stressinkontinenz und  Dranginkontinenz  
sind die beiden häufigsten Varianten, denen mit gezieltem Beckenbodentraining meist auch sehr gut beizukommen ist. Bei leichten und mittelschweren Erkrankungsformen konnten etwa 70% der Betroffenen die Inkontinenz zum Abklingen bringen oder zumindest eine bedeutende Verbesserung erzielen.
Darüber hinaus gibt es, neben dem Einsatz von Medikamenten, auch das so genannte Toilettentraining, das die Therapie unterstützt.

   

Sexuelle Funktionsstörung
Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit einer Beckenbodenschwäche mit dem viele Frauen zu kämpfen haben, ist die Beeinträchtigung des Lustempfindens bei sexuellem Kontakt mit dem Partner. Viele Frauen fühlen sich so weit, ja sozusagen "ausgeleiert" und schlaff und vermissen die frühere Straffheit ihrer Vaginalmuskulatur. Extrem überdehnte und verletzte Muskelfasern sowie schlaffes Gewebe können zu Senkungen und Inkontinenz führen. So kann es bei jeder kleinen Belastung, wie z.B. Niesen oder Laufen, zu unkontrolliertem Harnabgang kommen.
Nicht selten kommen so zu den physischen Belastungen auch noch psychische hinzu.

 

Ziehen Sie Ihren persönlichen Nutzen aus effektivem Beckenbodentraining!

Die häufigsten Ursachen von Beckenbodenschwäche und Prolaps:

  • die Belastungen durch Schwangerschaft und Geburt
  • fehlende Rückbildungsgymnastik nach der Geburt
  • Übergewicht und ständiges Zu- und Abnehmen (Jojoeffekt)
  • hormonelle Veränderungen der Menopause
  • körperliche Überbelastung durch zu schweres Tragen/Heben
  • häufige Verstopfung
  • zu viel Sitzen - mangelnde Bewegung

 

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